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KomminO ist ein Verfahren, dass mithilfe der subjektiven Beurteilung von Mitarbeitern am Arbeitsplatz, Anhaltspunkte für organisatorische Stärken und Schwächen im Unternehmen erhebt. Die durch den Test genau lokalisierten Problemfelder der Kommunikation können dadurch in der Einzelfallbetrachtung genauer eruiert werden. So liefert das Verfahren einen differenzierten Überblick über den Stand der innerbetrieblichen Kommunikation. (Rózsa, Sperka, 2007)
Struktur und Aufbau
Die Daten werden durch zwei unterschiedliche Fragebögen erhoben, einen für Führungskräfte und einen für Nicht-Führungskräfte. Die Unterschiede der beiden Versionen bestehen darin, dass bei den Fragebogen für Führungskräfte zu einer zweiteiligen Beantwortungskategorie die Kategorie „Mitarbeiter“ hinzukommt. (Rózsa, Sperka, 2007) Die Personen werden gebeten die Fragen hinsichtlich der Kommunikation mit dem direkten Vorgesetzten, dem Kollegen (Mitarbeiter nur bei der Version der Führungskräfte) zu beantworten. Die Bearbeitungszeit beträgt 15-25 Minuten.
Anwendungsbereiche von KomminO
KomminO ist ein Kommunikationstool zur Erfassung der Kommunikation in formalen Organisationen. Gemeint sind Wirtschaftsunternehmen, öffentliche Verwaltungen oder andere Unternehmen mit einer definierten Organisationsstruktur.
Je nach Bedarf kann es auch sinnvoll sein nur einen bestimmten Problembereich des Unternehmens zu befragen, was den Vorteil eines geringeren Aufwandes und einer geringfügigeren Erwartung bezüglich späterer Maßnahmen hat. (Borg, 2000)
Die sieben Dimensionen von KomminO
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1. Bedeutung der Kommunikation
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Wie wichtig ist Kommunikation mit bestimmten Personengruppen nach Meinung der Befragten zur Erledigung der eigenen Arbeit? Eine geringe wahrgenommene Bedeutung kann daraus resultieren, dass im Rahmen der Tätigkeit der Kommunikation lediglich eine untergeordnete Rolle zukommt, sie kann allerdings auch aus einem schwach ausgeprägten kommunikativen Problembewusstsein resultieren.
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2. Kommunikationsqualität
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Wie wird die Qualität der Kommunikation mit anderen Personengruppen beurteilt? Diese Skala beinhaltet, wie genau und eindeutig erhaltene Informationen vom Befragten eingeschätzt werden, wie leicht er bei Bedarf Informationen bei anderen Personen einholen kann, ob er ausreichend informiert wird oder ob ihm manchmal benötigte Informationen fehlen, sowie seine allgemeine Zufriedenheit mit der Kommunikation mit anderen Personen.
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3. Verwertbarkeit der Informationsmenge
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Sind die erhaltenen Informationen vom Umfang her noch gut verwertbar oder strömen mehr Informationen auf den Befragten ein, als dieser sinnvoll verarbeiten kann? Eine geringe Verwertbarkeit zeigt an, dass der Befragte sich mit Informationen überlastet fühlt bzw. er zu viele - aus seiner Sicht - unwichtigen Informationen erhält.
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4. Vertrauen in den Kommunikationspartner
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Vertraut der Befragte darauf, dass andere Personengruppen sorgfältig mit Informationen, die sie von ihm erhalten, umgehen, oder steht aus seiner Sicht zu befürchten, dass Kommunikationspartner seine Informationen eventuell auch zu seinen Ungunsten verwenden? Diese Skala bedeutet nicht unbedingt, dass Informationen tatsächlich von anderen nachteilig verwendet werden, sondern inwieweit dies nach subjektiver Einschätzung des Befragten der Fall sein könnte.
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5. Feedback
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Erhält der Befragte von den unterschiedlichen Personengruppen gute und ausreichende Rückmeldungen auf sein eigenes Arbeitsverhalten in der Organisation? Rückmeldungen sind eine wichtige Voraussetzung dafür, das eigene Verhalten den Organisationsnot- wendigkeiten anpassen zu können; richtig formuliert können sie ferner zu guten bzw. besseren Leistungen motivieren.
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6. Informationsweitergabe - Umfang
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Werden Informationen vom Befragten an andere üblicherweise umfassend und mit Einzelheiten oder nur in komprimierter oder verkürzter Form weitergeben? Häufig ist es notwendig, knapp zu kommunizieren, ein geringer Umfang kann allerdings auch ein Indiz dafür sein, dass im Arbeitsumfeld keine ausreichenden Kommunikationsgelegenheiten oder -kanäle zur Verfügung stehen.
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7. Informationsweitergabe - Kanaloffenheit
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Können eigene Informationen, die andere Personen benötigen, an diese leicht und rechtzeitig weitergeben werden oder gibt es dabei Hindernisse? Bei einer schwachen Kanaloffenheit - beispielsweise weil andere Personen schlecht erreichbar sind oder keine geeigneten Kommunikationsmedien zur Verfügung stehen - besteht die Gefahr, dass andere über wichtige Ereignisse nicht oder nicht rechtzeitig informiert sind.
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Auswertung und Darstellung der Ergebnisse
Die einzelnen Hierarchieebenen können gemeinsam oder getrennt voneinander analysiert und interpretiert werden und je nach vorausgegangener Vereinbarung in Berichtsform und/oder grafischer Darstellung spezieller Abteilungen oder Gruppen präsentiert werden. Eine regelmäßige Wiederholung der Befragung kann als Qualitätssicherungs- und geeignetes Kommunikationscontrolling-Instrument dienen. So können Veränderungen durch Maßnahmen sichtbar gemacht oder geplante Veränderungen begründet werden.
Stichprobenbeschreibung
Die bisherige Gesamtstichprobe von KomminO beträgt N=2360, davon bekleiden 567 eine Führungsposition.
www.kommino.de
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